Nach der Währungsreform im  Juni 1948 bei einer Umrechnung von 100 RM auf 1 DM, erhielt auch jede  Person ein Übergangsgeld von DM 40.-. Mit diesen DM 80.- kauften die  frisch verheirateten Eheleute, Gertrud und Helmut Hack, einen  Karbid-Schweißapparat. Eine Tafelschere, Abkantbank, Rundmaschine sowie ein Stall mit
80 qm Fläche wurden gemietet und das wichtigste Kleinwerkzeug angeschafft.

Am 10. Dezember 1948 wurde in Meimsheim Kreis Heilbronn die Firma Helmut Hack, Flaschner und Installateur, gegründet.

Da es in dieser Zeit noch keine Wasserversorgung gab, waren die ersten  Aufträge Hauswasserversorgungen an Häusern, die einen eigenen Brunnen  besaßen.

Mit einem Motorrad - einer 98 NSU - und einem  selbstgebauten Anhänger, wurden Material, Werkzeug und sogar der  Lehrling auf die Baustellen gefahren. Da das Benzin rationiert war,  wurde Äther getankt.

Das Land war ausgehungert, der Bedarf an  Lebensmitteln stieg und die Landwirtschaft erlebte einen gewaltigen  Aufschwung. Die ersten Häckselmaschinen für Heu kamen auf den Markt.  Gegen Wein und Schnaps wurde auf dem Schwarzmarkt in Düsseldorf einmal  im Monat Material besorgt. Regulär war zu dieser Zeit das Blech  unbezahlbar.

Der Bedarf an Rohren stieg so an, dass eine Scheune  umgebaut, Personal eingestellt und ein Pavillon als Büro umfunktioniert  werden musste. Als es trotzdem zu eng wurde, suchte man nach einem  geeigneten Bauplatz. Da dieser in Meimsheim nicht zu bekommen war,  erwarb man 1955 in Schützingen ein Gebäude, an welchem ab diesem  Zeitpunkt ständig um- und angebaut wurde.

Ausgefahren wurde die Ware damals oft von Gertrud Hack mit einem Kleinlastwagen.

Im Jahre 1957 entwickelte Helmut Hack die ersten Trocknungssilos, mehrere  Patente konnten eigen genannt werden. Auf landwirtschaftlichen  Ausstellungen in Stuttgart, Köln, München, Hannover und Pferdemärkten  wie Bietigheim, Leonberg, Heilbronn, wurden die Produkte ausgestellt und verkauft. Ca. 25 Mitarbeiter waren zu dieser Zeit tätig.

Als in den 70er Jahren ein Umbruch in der Landwirtschaft eintrat - viele  Kleinbauern hörten auf mit der Landwirtschaft, die großen Landwirte  stellten ihre Produktionsmelthoden um - war kaum mehr Bedarf an kompl. Lieferprogramm gegeben.

1972 wurden erstmalig  Lüftungskanäle und Formteile für den Bausektor produziert. Dies war mit  erheblichen Anfangsschwierigkeiten verbunden, zumal Helmut Hack im Jahr 1973 verstarb. Zu dieser Zeit reduzierte sich die Mitarbeiterzahl auf 7.

Mit viel Mühe und Fleiß arbeitete sich Gertrud Hack, zusammen mit dem damaligen Betriebsmeister, Herrn Schmidt, in die neue Branche ein, sodass nach einiger Zeit auch hier ein breiter Kundenstamm vorhanden war.

Im Jahr 1978 kam Volker Hack in die elterliche Firma und legte in Abendkursen meine Meisterprüfung ab.

Auf der Suche nach rationelleren Fertigungsweisen kaufte er 1986 die erste
CNC-Maschine, speziell geeignet für die Herstellung lüftungstechnischer Teile, die  Übrigens die erste in ganz Deutschland dieser Art war. Der Einstieg in  die CNC-Technik war begonnen.

Durch diese Technik hatten sie kürzere Lieferzeiten und konnten ihren Kundenstamm erweitern.

Ein weiterer Anbau wurde 1986 in Schützingen fertiggestellt.

Parallel zu dieser Branche begonnenen sie, auch Teile für den Maschinenbau und andere Kundenkreise zu fertigen. Durch die höheren Anforderungen und  geforderte Präzision, erhielten sie im Dezember 1990 eine  5-Achsen-gesteuerte Stanz-Nibbelmaschine.

Keine 3 Jahre darauf  kauften sie eine gesteuerte Abkantpresse sowie eine größere Tafelschere, um allen Anforderungen der neuen Technik gerecht zu werden.

Anfang der 90er, brach das Preisgefüge in der Lüftungstechnik, auch bedingt  durch die Öffnung des Ostens und durch einen Einbruch in der  Baubranche, zusammen, sodass sie sich dazu entschlossen, im Jahre 1995 diese  Produktion einzustellen. Diese hatten bis dahin immerhin 70 - 80 % des  Umsatzes betragen. Diese Lücke konnte jedoch innerhalb eines Jahres  durch anderweitige Produkte geschlossen werden.

Nach weiteren  erfolglosen Bemühungen, in Schützingen einen größeren Umbau  durchzuführen, erhielten sie in Sternenfels die Möglichkeit, ihren  jetzigen Betrieb zu bauen.

Um auf dem ungarischen Markt Fuß zu fassen, hatten sie 1996 einen Zweigbetrieb in Nagynyarad/Süd-Ungarn gegründet.

Auf ca. 250 mm² Büro- und Sozialräumen sowie 1500 mm² Produktionsfläche konnten sie seit August 1997 in Sternenfels einen der Zeit angepaßten  Fertigungsablauf durchführen.
Zur Zeit sind 15 fest Angestellte, Teilzeit- sowie Aushilfskräfte in der Firma tätig. Um das Familienunternehmen fort zuführen sieg im Oktober 2008 Volke Hacks, Tochter Maja Hack in das Unternehmen mit ein uns ist seit 2015  Prokuristin im Betrieb.

Zum Kundenkreis gehören mehrere namhafte Firmen des Maschinenbaus, der  Baubranche sowie einer der exklusivsten Dunstabzughauben-Hersteller  Europas.

Seit 2002 bieten sie außerdem eigene Produkte für den Sportschützenbereich an. Dazu gehören Ziele aus hochfestem Stahl, Fallscheibenanlagen für alle Kaliber oder auch Geschossfänge für die umweltfreundlichen Entsorgung der bleihaltigen Geschosse. Zu den Kunden gehören Schießsportvereine- und verbände, private Schießstandbetreiber und Behörden.

Seit März 2015 gehört die Partnerfirma Ballistikzentrum Stahlziele GmbH, ein Schießstand zur kommerziellen Nutzung sowie einem Waffenhandel zum Unternehmen. Dieses wird im 2. Stock der Helmut Hack GmbH von Maja Hack geführt.